Rosenblätter
Blumen bei Der Bauer pflügt das Feld mit einem Pferdegespann um.
Auf Tischen sind viele verschiedene vorgezogen Pflanzen aufgebaut. Besucher schauen sich interessiert um.
Der Bauer pflügt das Feld mit einem Pferdegespann um.
Ein Schmied steht am Amboss vor dem Schmiedefeuer und bearbeitet das heiße Metall mit dem Hammer.
PS & Pedale: Historische Motorräder auf dem Gelände des LVR-Freilichtmuseums Lindlar
Im Bandweberhaus des Freilichtmuseums gefertigte Bänder

Land - Frauen - Arbeit

in der Weimarer Republik

Ausstellung in der Umweltwerkstatt im Müllershammer

Weiterführende Links

Bildergalerie (zum Vergrößern Bild anklicken)

  • Plakat zu den Wahlen zur ersten deutschen Nationalversammlung
  • Näherinnen bei der Jagdgerätefirma Kind
  • Textilarbeiterinnen bei der Firma Baldus
  •  „Die Fräulein vom Amt“
  • Weibliche Arbeitskräfte bei der Firma Elektra
  • Bürstenherstellung
  •  Hebammenschule
  • Heuernte in Morsbach
  • Hutmacherinnen
  • Näherin
  • Schülerinnen
  • Hauswirtschaftsunterricht
  • Gruppenfoto einer Mädchenklasse
  • Kochunterricht

Die Ausstellung

„Land – Frauen – Arbeit in der Weimarer Republik“ wirft einen Blick auf die Lebensumstände, die Berufstätigkeit und die Bildungschancen von Frauen und Mädchen in den ländlichen Gebieten des Bergischen Landes in den 1920er Jahren. Der noch im Kaiserreich verordnete Lebensradius der Frau von „Kinder, Küche und Kirche“ wurde nun – zumindest in der populären Darstellung – durch „Konsum, Kino und Kultur“ ersetzt.

Doch wie haben sich die Lebensumstände der Frauen in der ländlichen Gesellschaft, durch die in der Weimarer Verfassung verbürgte gesellschaftliche Gleichberechtigung, konkret verändert? Entsprach dieser Mythos der „Neuen Frau“ der Realität oder war dies nicht vielmehr ein klischeehaftes Bild, das bis heute zu Propagandazwecken in Szene gesetzt wird? Die Ausstellung geht diesen spannenden Fragen nach und betrachtet die politischen und gesellschaftlichen Aktivitäten.

Mitte der 1920er Jahre gingen bereits 30 Prozent der Frauen einer entlohnten Berufstätigkeit nach. Diese spezifischen Frauenberufe wie etwa Verkäuferin, Haushälterin, Fabrikarbeiterin oder Angestellte wurden schlecht bezahlt. Nur wenige Frauen arbeiteten als hochqualifizierte berufstätige Akademikerinnen. Die meisten Frauen arbeiteten in der Landwirtschaft. Dort mangelte es an Ausbildungsmöglichkeiten. In den 1920er Jahren richteten die örtlichen Landwirtschaftsschulen erstmals Klassen für Frauen und Mädchen ein und ermöglichten so eine erste Grundausbildung. Diese manifestierte jedoch auch ihre traditionelle Rolle als qualifizierte Bäuerin, Hausfrau und Mutter.

Die angesprochenen Themen werden in der Ausstellung anhand einzelner weiblicher Lebensgeschichten veranschaulicht. Sie zeigt zudem auf, wie aktuell die Fragestellungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zur gleichen Bezahlung oder zum Berufswahlverhalten junger Frauen gegenwärtig sind. Die Ausstellung Land-Frauen-Alltag ist ein Teil des Kooperationsprojektes „100 jahre bauhaus im westen“. Es wird maßgeblich durch den Landschaftsverband Rheinland, den Landschaftsverband Westfalen-Lippe und das Land Nordrhein-Westfalen getragen. Außerdem ist die Ausstellung Teil des Themenjahres „Ganz viel Arbeit“, der Bergischer Museen, die sich mit einem gemeinsamen Thema aus verschiedenen Blickwinkeln und Perspektiven auseinandersetzen.

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Weitere Informationen:

kulturinfo rheinland
Tel.: 02234 9921-555
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